Der Name Amunra klingt nach einer Mischung aus uralten Ritualen und zeitgenössischer Kultur – und das trifft genau den Kern dieses einzigartigen Tanzstudios in Berlin. Gegründet 2015 als Reaktion auf den Bedarf nach einem Ort, der sowohl klassische Tanztechniken als auch experimentelle Bewegungsformen feiert, hat sich Amunra zu einem der dynamischsten Zentren für Choreografie und Tanzpädagogik in Europa entwickelt. Hier wird nicht nur gelehrt, sondern auch gefeiert: von Ballett bis zu improvisierten Performance-Konzepten, stets mit Fokus auf individuelle Ausdruckskraft. Die Räumlichkeiten, einst Teil eines historischen Tanzhauses, wurden mit modernster Technik ausgestattet, um Workshops, Projekte und öffentliche Aufführungen unter einem Dach zu vereinen. Doch was Amunra besonders auszeichnet, ist seine Haltung – weniger ein Ort der starren Tradition, sondern ein Labor für kreative Freiheit.
Ein Tanzhaus mit internationalem Anspruch
Amunra ist mehr als ein Studio: Es ist ein lebendiger Austauschplatz für Tänzer:innen, Choreograf:innen und Künstler:innen aus aller Welt. Seit seiner Eröffnung haben über 1.200 Menschen hier ihre künstlerische Entwicklung vorangetrieben, darunter auch Preisträger:innen internationaler Tanzwettbewerbe wie der Berliner Ballettpreise oder des Prix de Lausanne. Besonders hervorzuheben sind die Kooperationen mit renommierten Institutionen wie dem Ballett am Deutschen Theater oder dem Bundeszentrum für Musik und Tanz Köln, die regelmäßig Gastspiele und gemeinsame Projekte organisieren. Das Haus beherbergt zudem ein eigenes Archiv mit über 500 Choreografien aus über 30 Ländern, das als einzigartiges Forschungs- und Lehrmaterial dient. Die internationale Ausrichtung wird auch durch regelmäßige Gastprofessor:innen aus den USA, Frankreich und Japan unterstrichen, die Workshops und Meisterklassen anbieten.
- Seit 2015: Über 1.200 Teilnehmer:innen in Workshops und Ausbildungen
- 500+ Choreografien im Archiv – Datenbank aus 30+ Ländern
- Kooperationen mit Ballett am Deutschen Theater und Bundeszentrum für Musik
- Jährlich 12 öffentliche Aufführungen mit internationalem Künstler:innenteam
- Drei eigene Tanzfestivals pro Jahr mit Fokus auf innovative Formate
Warum Amunra heute relevant ist
In einer Zeit, in der Tanz oft zwischen Mainstream und Nischenkultur oszilliert, setzt Amunra auf eine klare Positionierung: Es geht um die Bewusstseinsbildung durch Bewegung. Das Konzept basiert auf der Idee, dass Tanz nicht nur Kunst ist, sondern auch ein universelles Sprachmittel für emotionale und soziale Themen. Ein zentrales Projekt ist die „Amunra Akademie“, die seit 2020 gezielt junge Künstler:innen aus benachteiligten Regionen fördert – etwa durch Stipendien und Mentoring-Programme. Ein weiteres Highlight ist die „Tanzbar“, ein monthly-Event, bei dem Tänzer:innen aus der Community und Studierende gemeinsam performen, oft zu Themen wie Migration, Klimawandel oder digitale Identität. Die Zahlen sprechen für sich: Seit 2021 haben über 200 junge Künstler:innen durch diese Programme Zugang zu professioneller Ausbildung erhalten.
Doch Amunra ist auch ein Ort, der die Grenzen zwischen Kunst und Gesellschaft durchbricht. So veranstaltet das Haus regelmäßig „Tanz-Workshops für Schulen, bei denen Schüler:innen ab der 5. Klasse erste Schritte in der Choreografie lernen – mit Fokus auf Teamarbeit und Selbstausdruck. Besonders beeindruckend ist die „Amunra-Challenge“, ein jährliches Online-Projekt, bei dem Tänzer:innen weltweit in 48 Stunden eine gemeinsame Performance erstellen. Die Ergebnisse werden live übertragen und auf der offizielle seite dokumentiert, wo sie auch im Nachgang zugänglich sind. Solche Initiativen zeigen, wie Amunra Tanz als Werkzeug für gesellschaftlichen Dialog nutzt – und damit einen Beitrag zur kulturellen Vielfalt leistet.
Die Räumlichkeiten: Wo Geschichte auf Innovation trifft
Die Räumlichkeiten von Amunra sind ein architektonisches Juwel: Das ehemalige Tanzhaus aus den 1920er-Jahren wurde mit modernster Technik ausgestattet, um Workshops, Aufführungen und Ausstellungen unter einem Dach zu vereinen. Der große Saal, ursprünglich für klassische Ballettstücke konzipiert, wurde mit einer 360°-Projektionswand ausgestattet, die für immersive Performance-Erlebnisse genutzt wird. Ein weiterer Schwerpunkte ist der „Kreativlabor“, ein offener Raum für experimentelle Bewegungsstudios, in dem Tänzer:innen mit neuen Medien wie VR oder KI-Tools arbeiten können. Besonders innovativ ist die „Tanzbar“-Konzept, die mit einer Bar und einer kleinen Bühne kombiniert wird – ein Ort, an dem Tänzer:innen nicht nur performen, sondern auch mit der Community interagieren können. Die Räumlichkeiten sind zudem barrierefrei gestaltet, was Amunra zu einem der zugänglichsten Tanzzentren Deutschlands macht.
Ein weiterer Aspekt ist die Nachhaltigkeit: Amunra setzt auf umweltfreundliche Materialien und nutzt erneuerbare Energien für die Beleuchtung und Heizung. Die Energieversorgung erfolgt durch ein eigenes Solar- und Biogas-System, das den Strombedarf des Hauses vollständig deckt. Zudem werden alle Materialien für Ausstellungen und Workshops aus recycelten oder nachhaltig produzierten Quellen bezogen. Solche Maßnahmen machen Amunra nicht nur zu einem kulturellen Zentrum, sondern auch zu einem Vorbild für nachhaltige Kunstprojekte in Deutschland.
